deinLexikon

Tumormarker




Tumormarker sind Proteine, Peptide oder andere biologische Substanzen im Blut, die im Gewebe oder anderen Körperflüssigkeiten vorkommen. Deren erhöhte Konzentration kann auf einen Tumor oder das Rezidiv eines Tumors hindeuten. Aufgrund oft geringer Spezifität sind die meisten Tumormarker weniger zum Screening als zur Verlaufskontrolle von Krebs geeignet.[1] Tumormarker gehören zu den Biomarkern.

Inhaltsverzeichnis


Beispiele einzelner Vertreter

Einige Tumormarker sind wesentlich besser unter ihrer Abkürzung als unter dem vollen Namen bekannt.

Abkürzung Name Tumorerkrankung
AFP Alpha-1-Fetoprotein Leberzellkarzinom und gonadale und extragonadale Keimzelltumoren[2]
Bence-Jones-Protein
(Immunglobulin-Leichtketten)
Multiples Myelom
β-hCG Humanes Choriongonadotropin, β-Untereinheit Keimzelltumoren des Ovars und nicht-seminomatöse Tumoren des Hodens
β2MG β2-Mikroglobulin Maligne Lymphome
CA 15-3
(= MUC-1)
Mucin-1 (Cancer Antigen 15-3) Brustkrebs (Mammakarzinom) oder Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
CA 19-9 Cancer Antigen 19-9 gastrointestinale Malignome, vor allem bei Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)
CA 50 Cancer Antigen 50 Tumoren des Magen-Darm-Trakts
CA 72-4 Cancer Antigen 72-4 Magenkarzinom sowie muzinöses Ovarialkarzinom
CA 125 Cancer Antigen 125 Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
HE4 Human Epididymis Protein 4 Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
Calcitonin medulläres Schilddrüsenkarzinom
CEA Carcino-Embryonales Antigen Darmkrebs, Pankreaskarzinom sowie Adenokarzinom der Lunge[2]
Chromogranin neuroendokrine Tumoren[2]
CYFRA 21-1 Cytokeratin-19-Fragment Plattenepithelkarzinom der Lunge (Bronchialkarzinom)
HVS Homovanillinsäure Neuroblastom
5-HIES 5-Hydroxyindolylessigsäure Karzinoid
VMS Vanillinmandelsäure Phäochromozytom
LDH Laktatdehydrogenase ein allgemeiner Marker für schnell wachsende Tumoren
Metanephrine Phäochromozytom
NSE Neuronenspezifische Enolase kleinzelliges Bronchialkarzinom (SCLC), Neuroblastom sowie seminomatöse Keimzelltumoren[2]
PLAP Plazentare alkalische Phosphatase seminomatöse Keimzelltumoren
PSA Prostataspezifisches Antigen Prostatakrebs (Prostatakarzinom)[2]
PSMA Prostataspezifisches Membranantigen Prostatakrebs
PKM2
(= M2-PK)
Pyruvatkinase M2 Brustkrebs, Nierenzellkarzinom, Bronchialkarzinom, Kolorektales Karzinom, Pankreaskarzinom, Ovarialkarzinom, Prostatakarzinom, Magenkarzinom, Speiseröhrenkrebs, Zervixkarzinom
S100 S-100-Proteine, β-Untereinheit Malignes Melanom
SCC Squamous Cell Carcinoma Antigen Bronchialkarzinom
TG Thyreoglobulin papilläres oder follikuläres Schilddrüsenkarzinom
TK Thymidinkinase Leukämie, Non-Hodgkin-Lymphom, Multiples Myelom
TPA Tissue Polypeptide Antigen Ovarialkarzinom, Prostatakarzinom, Harnblasenkarzinom
Tryptase Systemische Mastozytose

Endokrinaktive Tumoren

Bei endokrinaktiven Tumoren, also solchen Tumoren, die Hormone produzieren, wie Insulinom, Karzinoid, VIPom, Glucagonom, Gastrinom, Prolaktinom, Phäochromozytom etc. lassen sich die entsprechenden Hormone oder deren Abbauprodukte, sofern sie nicht eine zu kurze Halbwertszeit haben, als Tumormarker nutzen.


Quelle

  1. http://www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/tumormarker.php krebsinformationsdienst.de des Deutschen Krebsforschungszentrums
  2. a b c d e (AFP) bei Page 746 in: Manual of clinical oncology, Lippincott Manual Series;Dennis Albert Casciato, Mary C. Territo Editors Dennis Albert Casciato, Mary C. Territo; Contributor Mary C. Territo; Edition 6, illustrated; Lippincott Williams & Wilkins; 2008; ISBN 978-0-7817-6884-9

Siehe auch





Quelle


Stand der Informationen: 23.07.2021 06:49:33 CEST

Quelle: Wikipedia (Autoren [Versionsgeschichte])    Lizenz des Textes: CC-BY-SA-3.0. Urheber und Lizenzen der einzelnen Bilder und Medien sind entweder in der Bildunterschrift zu finden oder können durch Anklicken des Bildes angezeigt werden.

Veränderungen: Designelemente wurden umgeschrieben. Wikipedia spezifische Links (wie bspw "Redlink", "Bearbeiten-Links"), Karten, Niavgationsboxen wurden entfernt. Ebenso einige Vorlagen. Icons wurden durch andere Icons ersetzt oder entfernt. Externe Links haben ein zusätzliches Icon erhalten.

Wichtiger Hinweis Unsere Inhalte wurden zum angegebenen Zeitpunkt maschinell von Wikipedia übernommen. Eine manuelle Überprüfung war und ist daher nicht möglich. Somit garantiert deinLexikon.de nicht die Aktualität und Richtigkeit der übernommenen Inhalte. Falls die Informationen mittlerweile fehlerhaft sind oder Fehler vorliegen, bitten wir Sie uns zu kontaktieren: E-Mail.
Beachten Sie auch : Impressum & Datenschutzerklärung.